Siciliano
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Sizilianische Küste mit Altstadt bei Sonnenuntergang
Benvenuti in Sicilia

Reiseführer Sizilien

Die größte Insel des Mittelmeers: Vulkane, Tempel, Barockstädte und eine Küche, die man nicht vergisst.

Sizilien liegt vor der Stiefelspitze Italiens, getrennt vom Festland nur durch die schmale Straße von Messina. Wer einmal dort war, kommt meist wieder: wegen des Lichts, des Meeres, der Menschen und nicht zuletzt wegen des Essens. Dieser Reiseführer gibt Ihnen einen Überblick über die schönsten Orte, die beste Reisezeit und praktische Tipps für Ihre Reise.

Sizilien auf einen Blick

  • Lage: größte Insel im Mittelmeer, autonome Region Italiens
  • Fläche: rund 25.700 km²
  • Hauptstadt: Palermo
  • Einwohner: rund 4,8 Millionen
  • Höchster Berg: der Ätna, einer der aktivsten Vulkane der Welt, über 3.300 m hoch
  • UNESCO-Welterbe: sieben Stätten, darunter das Tal der Tempel, der Ätna und die Barockstädte des Val di Noto
  • Flughäfen: vor allem Palermo und Catania

Palermo, Monreale und Cefalù

Palermo ist laut, lebendig und voller Kontraste. Auf den alten Märkten Ballarò, Vucciria und Capo riecht es nach Zitronen, Fisch und frittierten Köstlichkeiten. Die Stadt ist die Hauptstadt des sizilianischen Streetfoods: Probieren Sie Arancine, Panelle (Kichererbsen-Fladen) und Sfincione, die dicke palermitanische Pizza.

Die arabisch-normannischen Bauten gehören zum UNESCO-Welterbe, allen voran die Cappella Palatina im Normannenpalast mit ihren goldenen Mosaiken und die Kathedrale. Nur wenige Kilometer oberhalb der Stadt liegt Monreale mit seinem berühmten Dom. Östlich von Palermo lockt Cefalù: ein Fischerstädtchen mit normannischer Kathedrale, Altstadtgassen und einem Sandstrand direkt vor der Tür.

Der Westen: Trapani, Erice und Marsala

Im Westen wird Sizilien flacher und windiger. Zwischen Trapani und Marsala liegen die Salinen, in denen bis heute Meersalz gewonnen wird. Bei Sonnenuntergang spiegeln sich die Windmühlen im Wasser. Hoch über Trapani thront das mittelalterliche Bergdorf Erice, bekannt für seine Mandelgebäcke. Marsala hat dem gleichnamigen Süßwein seinen Namen gegeben. In Trapani isst man traditionell Couscous mit Fisch und Busiate al pesto trapanese, eine gedrehte Pasta mit Mandel-Tomaten-Pesto.

Der Süden: Agrigent und die Tempel

Das Tal der Tempel bei Agrigent zählt zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der griechischen Antike außerhalb Griechenlands. Der Concordia-Tempel ist einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Am schönsten ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn der Stein golden leuchtet. Westlich von Agrigent fällt die Scala dei Turchi ins Meer, eine strahlend weiße Mergelküste.

Barocke Altstadtgasse aus hellem Kalkstein in Sizilien
Honigfarbener Kalkstein und verspielte Balkone: typisch für den sizilianischen Barock.

Der Südosten: Syrakus und das Val di Noto

Syrakus war in der Antike eine der mächtigsten Städte der griechischen Welt. Heute ist die Altstadtinsel Ortigia mit ihrem Dom, dem Markt und den Gassen am Meer ein Ort zum Verweilen. Das griechische Theater im archäologischen Park wird im Frühsommer bis heute bespielt.

Nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 wurden die Städte im Südosten im Stil des Spätbarock neu aufgebaut. Noto, Modica, Ragusa und Scicli gehören gemeinsam mit weiteren Orten zum UNESCO-Welterbe Val di Noto. Modica ist außerdem für seine kalt verarbeitete Schokolade bekannt, die eine leicht körnige Struktur hat.

Der Osten: Catania, Ätna und Taormina

Catania liegt zu Füßen des Ätna und ist aus dunklem Lavastein gebaut. Der Fischmarkt La Pescheria hinter dem Domplatz gehört zu den stimmungsvollsten Märkten Italiens. In Catania wurde auch die Pasta alla Norma erfunden, benannt nach der Oper des hier geborenen Komponisten Vincenzo Bellini.

Der Ätna ist der höchste aktive Vulkan Europas. Ausflüge führen je nach Aktivität bis in die Gipfelregion, geführte Touren sind dabei die sichere Wahl. An seinen Hängen wachsen Pistazien, Zitrusfrüchte und die Reben für die gefragten Etna-Weine. Nördlich davon liegt Taormina auf einem Felsen über dem Meer. Vom antiken Theater aus sieht man bei klarem Wetter bis zum Ätna.

Die Inseln rund um Sizilien

Die Liparischen oder Äolischen Inseln nördlich von Sizilien sind UNESCO-Welterbe: Lipari, Salina mit seinen Kapern und Malvasia-Weinen, Vulcano mit seinen Schlammbädern und Stromboli, dessen Vulkan regelmäßig Feuer spuckt. Im Westen liegen die Ägadischen Inseln mit Favignana und ihrem klaren Wasser. Weiter südlich im Meer liegen Pantelleria und die Pelagischen Inseln mit Lampedusa.

Beste Reisezeit für Sizilien

  • Frühling (April bis Juni): alles blüht, angenehme Temperaturen, ideal für Städte und Wanderungen.
  • Sommer (Juli und August): heiß und trocken, perfekt für Strand und Inseln, aber auch Hochsaison.
  • Herbst (September und Oktober): das Meer ist noch warm, die Weinlese läuft, es wird ruhiger.
  • Winter: mild und ruhig, gut für Kultur und Städtereisen. Am Ätna kann Schnee liegen.

Anreise und unterwegs

Die meisten Reisenden fliegen nach Palermo oder Catania. Aus dem Salzburger Land geht es in der Regel mit Umstieg oder ab einem größeren Flughafen in der Umgebung. Flugverbindungen ändern sich je nach Saison, ein Vergleich lohnt sich. Wer mit dem Auto anreist, setzt von Villa San Giovanni in Kalabrien mit der Fähre nach Messina über.

Auf der Insel ist ein Mietauto die flexibelste Wahl, vor allem für das Landesinnere und den Südosten. Zwischen den großen Städten verkehren auch Busse und Züge. In den Altstädten von Palermo und Catania parken Sie besser außerhalb und gehen zu Fuß.

Sicilia al Wallersee

Sizilien schmecken, bevor Sie hinfahren

Die Reise nach Sizilien beginnt bei uns am Schmiedkeller in Seekirchen am Wallersee. Küchenchef Adriano kocht, wie man auf der Insel isst.

Häufige Fragen zu Sizilien

Wann ist die beste Reisezeit für Sizilien?

Am angenehmsten sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September und Oktober). Dann ist es warm, aber nicht zu heiß, und es sind weniger Touristen unterwegs als im Hochsommer.

Welche Orte sollte man in Sizilien gesehen haben?

Zu den Höhepunkten zählen Palermo mit Monreale und Cefalù, das Tal der Tempel in Agrigent, Syrakus mit Ortigia, die Barockstädte Noto, Modica und Ragusa, der Ätna und Taormina sowie die Liparischen Inseln.

Wie viele UNESCO-Welterbestätten hat Sizilien?

Sizilien hat sieben UNESCO-Welterbestätten: das Tal der Tempel, die Villa Romana del Casale, die Liparischen Inseln, die Barockstädte des Val di Noto, Syrakus mit der Nekropole von Pantalica, den Ätna sowie das arabisch-normannische Palermo mit den Kathedralen von Cefalù und Monreale.

Wo kann man in Obertrum sizilianisch essen?

Im Siciliano am Schmiedkeller 18 in Seekirchen am Wallersee, nahe Obertrum, dem früheren La Dolce Vita. Küchenchef Adriano kocht dort rein sizilianisch.